Länderinfos
Newsletter

Algerien

Stand: Juni 2004

Durch die Geiselnahme von 32 europäischen Touristen, die im Februar 2003 in Südalgerien ihren Anfang nahm, hat sich das Reisen in Algerien drastisch verändert. Über die Hintergründe der Entführung gibt es nach wie vor mehr Spekulationen als gesicherte Erkenntnisse. 

Die algerischen Behörden haben auf das Geschehene reagiert, indem sie seit Ende des Jahres 2003 die Bewegungsfreiheit von Touristen auf ein absolutes Minimum reduzieren. 

Für einen Teil der Transitstrecken besteht Konvoipflicht. Ausserhalb dieser Strecken darf zumeist nur mit einheimischem Guide gefahren werden. Wer von Tunesien her einreist, muss z.B. von Taleb Larbi bis Ouargla von einem einheimischen Führer begleitet werden. Dies ist zeitaufwendig und teuer (150-300 Euro). Von Süden kommend, muss von In Guezzam bis Tamanrasset mit einheimischer Begleitung gefahren werden. Es empfiehlt sich, den Führer bereits vor der Einreise nach Algerien zu buchen. Vor Ort sind die Tarife höher.

Offroad-Strecken dürfen nur noch mit Guide oder gar nicht mehr gefahren werden. Letzteres gilt z.B. für die Pisten im Raum Amguid.

Diese Einschränkungen haben dazu geführt, dass seit Januar 2004 kaum noch Touristen in Südalgerien anzutreffen sind. 

Die weitere Entwicklung ist schwierig einzuschätzen. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass die momentanen Erschwernisse für Individualtouristen in absehbarer Zeit gelockert werden. 

Kurz: Wer zum aktuellen Zeitpunkt Reisen in Südalgerien unternehmen möchte, muss mit hohen Kosten für Begleitung durch einheimische Guides rechnen und sich darauf einstellen, dass er nur einen kleinen Teil des wunderschönen Südalgerien bereisen kann.  


zur Bildgalerie Algerien

Weitere Informationen über Algerien:

>> Was ist die Gräberpiste?  Erklärungen und Fotos
     
(Diese Piste ist zur Zeit für Touristen gesperrt)

    

zurück zur Seite "Länderinformationen"

zum Seitenanfang


 

Homepage made by
Schloss Ludwig